Airless Dispenser vs. Pumpspender: So wählen Sie die richtige Kosmetik-Verpackung

Pumpspender: Seifenpumpen oder Lotionpumpen

Diese Pumpen sind sehr weit verbreitet und werden für alle Arten von flüssigen und gelartigen, nicht zu festen Seifen, Cremes oder Lotionen eingesetzt. Dabei wird die Pumpe einfach auf eine PET oder PE Flasche geschraubt. Über einen Schlauch kann das Füllgut nach oben gepumpt werden.

Funktionsweise von Pumpspendern

Gepumpt wird einfach durch mechanisches nach unten drücken des Pumpkörpers. Der Pumpkörper wird dann durch eine Edelstahlfeder wieder nach oben gezogen. Dadurch entsteht ein Vakuum, welches das Füllgut über den Schlauch in den Pumpenkörper saugt. Als Ventile dienen Kugeln aus Kunststoff oder Glas, welche den Pumpenkörper in Richtung Schlauch und in Richtung Austrittsöffnung abdichten. Gleichzeitig werden beim Pumpvorgang Kanäle geöffnet, welche das Einströmen von Luft in den Behälter erlauben. Die Flasche würde sich sonst zusammenziehen und die Förderleistung der Pumpe wäre beeinträchtigt.

Vor- und Nachteile von Pumpspendern

Pumpspender-Systeme sind einfach, günstig und bewährt Sie haben aber einige Nachteile:

Ein großer Nachteil ist das Einströmen von Luft in die Flasche. Diese ungefilterte Luft enthält Bakterien und Schimmelsporen, welche dann in Kontakt mit dem Füllgut kommen. Besonders bei Kosmetik mit wenig oder keinen Konservierungsmitteln, kann das sehr schnell zum Verderb des Füllgutes führen. Auch die Oxidation durch den zugeführten Sauerstoff ist oft ein Thema.

Ein weiteres Problem kann die Metallfeder im Pumpenkörper darstellen. Gewissen Füllgüter reagieren mit dem Metall, was zur Unbrauchbarkeit des Füllgutes führen kann. Seifen- und Lotionpumpen ohne Metallbestandteile sind zwar erhältlich, sind jedoch deutlich teurer als Standard Pumpen mit Metall.

Ebenfalls ein Nachteil von Pumpspendern ist, dass diese nicht am Kopf stehend eingesetzt werden können, da der Schlauch in diesem Falle nur Luft ansaugen würde. Das ist lästig und verringert die Restentleerbarkeit.

Airless Dispenser

Sogenannte Airless Spender – oder auch Airless Dispenser – wurden so konstruiert, dass alle oben genannten Nachteile ausgeschaltet wurden. Dabei wurden keine neuen Nachteile zu erzeugt.

Funktionsweise von Airless Dispensern

Airless Dispenser bestehen grob dargestellt aus drei Teilen. Dem Pumpkopf dem Behälter und dem Kolben. Ausgeliefert wird der Airless Spender in zwei Teilen – dem Kopfteil und dem Behälter mit bereits eingesetztem Kolben. Anders als bei der Seifenpumpe kommt beim Airless Spender kein Schlauch zum Einsatz. Das durch den Pumpvorgang entnommene Füllgut wird nicht durch eindringende Luft ersetzt, sondern saugt den Kolben nach oben. Somit wird nicht nur das Eindringen von Luft in den Dispenser vermieden, sondern auch im Spender enthaltene Luft entfernt. Im Behälter befindet sich also keine Luft – daher der englische Name „Airless“ für „ohne Luft“.

Im Kopfteil des Spenders ist eine Kunststoff Balg eingebaut, welcher durch das auf und ab bewegen einen Unterdruck erzeugt. Dieser saugt das Füllgut aus dem Behälter an. Anders als bei der Seifenpumpe, dient beim Airless Spender eine Membrane aus weichem Kunststoff als Ventil.

Das Volumen pro Hub (pro Pumpvorgang) wird durch das Volumen des Balges vorgegeben. Bei den von Packari.com angebotenen Airless Dispensern liegt das Volumen pro Hub zwischen 0,2 ml (Dispenser Nano) und 2 ml (Dispenser Macro). Airless Dispenser sind 100% frei von Metallen.

Vor- und Nachteile von Airless Dispensern

Wie oben erwähnt, haben Airless Dispenser, im Vergleich zu Pumpspendern, keine Nachtteile. Da im Dispenser keine Luft enthalten ist und auch kein Schlauch verwendet wird, ist ein Pumpen in jeder Lage möglich, auch über Kopf.

Eine weitere von Packari.com angebotene Variante ist der Self Closing Airless Spender. Bei diesem Spender unterscheidet sich der Penderkopf, indem die Austrittsöffnung durch ein weiteres Ventil geschlossen wird. So ist die Austrittsstelle immer sauber und vor Schimmelbildung oder unschönen Verfärbungen geschützt.

Zentral ist aber, dass keine Umgebungsluft zum Füllgut durchdringen kann. Damit wird frühzeitiges oxidieren oder verderben unwahrscheinlich. Besonders für Kosmetik, die ohne viel Konservierungsmittel auskommen soll, stellen Airless Dispenser die ideale Verpackung dar.

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