Bei alkoholfreien Getränken hat sich Kunststoff in den letzten Jahren eindeutig als die Ideale Verpackung durchgesetzt. Die Gründe dafür sind vielfältig, liegen aber hauptsächlich in der einfachen Handhabung, geringem Transportgewicht und der Unzerbrechlichkeit der Kunststoff Flasche begründet.

Negativ in die Schlagzeilen kommt Kunststoff immer wieder auf Grund der zunehmenden Vermüllung der Meere und der Debatte rund um die schädliche Wirkung von Weichmachern in unserer Umwelt.

Die Vermüllung der Meere ist eine wirkliche Tragödie! Der Kunststoff Müll bildet dabei aber leider nur die oben schwimmende und somit sichtbare Spitze des Eisberges. Tausende Tonnen Müll werden weltweit jährlich einfach in den Meeren entsorgt, der Großteil davon landet unsichtbar auf dem Meeresboden. Ein Verbot von Kunststoff Verpackungen in Europa wird daran nichts ändern, denn in Europa wird fast der gesamte Kunststoffmüll entweder recycelt oder in Müllverbrennungsanlagen verbrannt.

Völlig unbegründet jedoch sind die Ängste der Verbraucher was Weichmacher in Kunststoff Getränkeflaschen angeht! In den für Getränke Flaschen und deren Schraubverschlüssen verwendeten Kunststoffen PET, PE, PP und PS sind keine Weichmacher enthalten und waren es auch nie. Hier wurde leider von vielen Medien falsch oder unvollständig berichtet.

Haben Sie sich entschieden Ihre Getränke in Kunststoff Flaschen abzufüllen, müssen dabei ein paar Punkte beachtet werden.

Sterilisierung: Handelsübliche PET Flaschen dürfen nur bis zu maximal 45°C befüllt werden. Dadurch ist eine Haltbarmachung durch Wärme nicht möglich. Für Produkte wie frisch gepresste Säfte oder Smoothies wäre die Erwärmung gar nicht möglich oder sogar schädlich für das Produkt. Die Haltbarkeit ist so auf nur wenige Tage begrenzt. Speziell für die Haltbarmachung von wärmeempfindlichen Produkten findet das HPP (High Pressure Processing) immer weitere Verbreitung. Hier werden bei Drücken bis 10.000 bar Bakterien, Viren und Sporen abgetötet. So kann die Zugabe von Konservierungsmitteln vermieden werden.

Maximaler Innendruck: Sollen Getränke mit Kohlensäure versetz werden, muss eine speziell dafür geeignete Flasche gewählt werden. Flaschen mit flachen Boden oder mit 38 mm Gewinde Verschlüssen sind dafür in der Regel nicht geeignet. Der hohe Innendruck von 3 – 4 bar würde den Boden ausbeulen und den Verschluss überlasten. CO² geeignete Flaschen sind meist mit einem Petaloid Boden und speziellen 28 mm Verschlüssen ausgestattet.

Größe der Trinköffnung: Soll direkt aus der Flasche getrunken werden, ist das Getränk zähflüssig oder sind darin größere Stücke von Früchten oder Gemüse enthalten, empfiehlt sich meist eine 38 mm Weithalsflasche. Besonders als Smoothie Flaschen haben sich diese Weithalsflaschen durchgesetzt. Bei dünnflüssigen oder CO² haltigen Getränken wird meist auf 28 mm Gewinde zurückgegriffen.

Lichtschutz: Je nach Grad des nötigen Lichtschutzes, kann auf klare PET Flaschen mit UV Blocker oder auch auf braun eingefärbte PET Flaschen mit UV Schutz zurückgegriffen werden.

Kunststoff Flaschen haben sich nicht ohne Grund als ideale Getränke Verpackung durchgesetzt. Sie sind leicht, was viel Treibstoff beim Transport einspart, stofflich rein und somit sehr gut recyclebar und in der Herstellung deutlich energiesparender als Glas- oder Metallverpackungen.